Projektraum eröffnet

„arts included“ bekommt ein Gesicht

Bundesbehindertenbeauftragter Hubert Hüppe eröffnet inklusiven Projektraum

Bambusstäbe hingen in einem Schaufenster, Minimotoren und Verstärker erzeugten durch Bewegung Geräusche, Kinder spielten auf selbstgebastelten Instrumenten aus Haushaltsgummis, Kontaktmikrophonen und Essstäbchen.

Hinter der Skulptur standen Jugendliche mit seltsamen Masken, die tanzten und sich zu den Takten der selbstgebauten Instrumente bewegten.

Mit einem großen Knall wurde die Eröffnung des Projektraum des inklusiven Projektes „arts included“ der Jugendkunstschule Köln e.V.  gefeiert.

In der Esserstraße 23 in Köln Kalk wird die nächsten drei Jahre die Projektleitung von „arts included“ arbeiten, der Raum soll aber auch als Ausstellungsfläche dienen. Herzstück wird das geplante Archiv sein, in dem Bücher, Kataloge, Filme und andere Dinge rund um das Thema „inklusive Kulturpädagogik“ zu finden sein werden.

„Inklusion, das ist eine Idee, die uns alle angeht, wir freuen uns nun auch einen Ort zu haben, an dem die Idee unseres Projektes ein Gesicht bekommt.“ erklärte Sisko Zielbauer (künstlerische Leitung der Jugendkunstschule Köln e.V.)

Inklusion ist ein Gedanke, der von der gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben ausgeht, egal ob sie eine oder keine Behinderung haben, gleich welche soziale,  geografische Herkunft oder welchen Geschlechts  sie sind.

„Die Jugendkunstschule Köln beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema Inklusion.“, sagt Nicole Ziese (Vorstandsvorsitzende der Jugendkunstschule Köln e.V.) So ist sie seit 2011 auch auf der virtuellen Landkarte der inklusiven Beispiele der Bundesregierung zu finden ist. (www.inklusionslandkarte.de)

Anlässlich der Eintragung und der Eröffnung besuchten auch Herr Hubert Hüppe (MdB, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen), Herr Norbert Killewald (Behindertenbeauftragter des Landes NRW) und Frau Sylvia Löhrmann (Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes NRW) den Projektraum.

Frau Marita Reinecke (Behindertenbeauftragte der Stadt Köln) und Herr Timon Delawari (2. Stellvertretender Bezirksbürgermeister Köln Kalk) waren als Vertreter der Stadt anwesend und zeigten, dass Inklusion in Köln ein Thema mit Brisanz ist.

Die in der Eröffnungsperformance gezeigten Instrumente, Skulpturen und Masken sind alle in „arts included“-Projekten entstanden. Die Klangskulpturen und Instrumente wurden bei einem Projekt in der Gemeinschaftsgrundschule Stenzelbergstraße gebaut. Die selbstgebauten Masken führten die Schülerinnen und Schüler der Eichendorff-Realschule vor.

Groß und Klein, jung und alt, Kalker/innen und Bewohner/innen anderer Veedel kamen an diesem Tag vorbei um selbst kreativ zu werden,  neue Kontakte zu knüpfen und inklusive Luft zu schnuppern.

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