Mit dem eigenen Schatten tanzen

Wie verwand2elt man sich zu Dritt in einen ruhenden Stein, dem plötzlich Arme und Haare wachsen oder wie tanzt man Matsch? Kinder der GGS Soldinerstraße und der Förderschule Lernen Soldinerstraße haben Ende Januar eine Woche lang die Vielfalt des  tänzerischen Ausdrucks erforscht und ein eigenes Stück entwickelt, das in der Aula der Gemeinschaftsgrundschule vor Lehrern, Mitschülern und Eltern gezeigt wurde.

Die Choreographinnen und Tänzerinnen Julia Riera, Emily Welther und Julia Franken haben mit den 15 Mädchen improviert, Bewegungen studiert und poetische Schattenbilder kreiert.  Ihr Anspruch war es, alle Beteiligten darin zu bestärken, eigene tänzerische Lösungen zu finden, anstatt sie lediglich nachtanzen zu lassen. Für den Besucher war es spannend diesem Prozess beizuwohnen, weil er mitea (800x530)rleben konnte wie einerseits das Selbstvertrauen in den eigenen Impuls und andererseits die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Persönlichkeiten erprobt wurde. In Improvisationen  verwandelten sich die Kinder plötzlich in die vier Elemente und zeigten, dass man als Blitz zuckt und springt, während man als Erdmatsch schwer auf dem Boden stapft und scheinbar kleben bleibt. Jedes Mädchen fand dafür einen etwas anderen Ausdruck, einen, der ihren Bewegungen und ihrem Körperempfinden entsprach. Oder man experimentierte in kleinen Gruppen mit dem getanzten Schatten, der von einer geschlossenen Form zu einer Formgruppe wuchs und sich wieder in die Silhouetten springender Mädchen verwandelte.

Am Ende der Woche war eine richtige, kleine Choreographie entstanden, in der jedes Kind, viele unterschiedliche Tanzfiguren entwickelt hatte und diese im Spiel mit der Gruppe lebendig werden ließ.

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